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Dänemark – Blåvand, Esbjerg und die Insel Fanø – Aktive Entschleunigung

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Dänen lügen nicht. Oder wie war das noch? Tränen lügen nicht. Der Hit von Michael Holm ist Weltbekannt. Naja oder zumindest in Deutschland. Zugegeben, hierzulande auch nur bei Freunden der Schlagermusik. Die Region um die Süddänische Nordsee ist  tatsächlich ein musikalischer Geheimtipp. Ein Geheimtipp mit Potential zum Welthit. Aus diesem Grund spielen wir ihn jetzt vor:

Offenes raues Meer, Reizklima, endlose Weiten voller wilder, unberührter Natur, traumhaft malerische Sandstrände, mehr als genug saubere, salzhaltige Luft und ein warmes Licht, das anders ist, das man gesehen haben sollte. Das ist die Süddänische Nordseeregion.

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Ganz typisch ist dafür Blåvand in Jütland. Ein Küsten-Ferienort am westlichsten Punkt Dänemarks. Hier machen viele Urlaub im Ferienhaus. 500 Ferienhäuser gibt es hier, bei nur 200 Einwohnern. Das Gebiet bietet 40 Kilometer lange Sandstrände. Naturbelassene und leere Strände. Hier liegt man nicht eng an eng wie auf Mallorca. Keine sardinenbüchsenvollen Strände wie im Hochsommer an der Côte d’Azur. Klar, wer gerne am Ballermann feiern geht oder in seinen Träumen Champagner auf roten Teppichen verspritzt, der ist hier falsch. Wem mondäne Dekadenz und eigentümliche Eitelkeit allerdings Fehlklänge im Ohr bilden, wie ein schief gespielter Dreiklang, der wird diese Region lieben. Denn die Natur bei Blåvand mit ihren einzigartigen Heiden, Dünen und Stränden bietet Möglichkeiten für ausgiebige Spaziergänge, Sonnenbäder und nasses Vergnügen im Meer. Mein Tpp: Direkt am Strand gelegen gibt es einen 5-Sterne-Campingplatz mit tropischem Badeland, Spielland und Wellnesscenter.

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Esbjerg im Südwesten Jütlands ist mit ihren 71.618 Einwohnern die siebtgrößte Stadt Dänemarks. Noch bis vor kurzem war sie von der Fischerei geprägt, was man im Fischerei- und Seefahrermuseum FIMUS nacherleben kann. Weitere Ausflugsziele für Familien sind ein Salzwasseraquarium, ein Robbarium und eine Minkanlage. Zwei Wahrzeichen charakterisieren Esbjerg. Die 9 Meter hohe Skulptur „Der Mensch am Meer“ am Nordseestrand. Und der Wasserturm. Vor der Stadt liegt die Insel Fanø, auf die es uns nun ziehen wird. In 12 Minuten gelangt man via Fähre nach auf die Insel. Sie ist die nördlichste der dänischen Wattmeerinseln, etwa 50 Kilometer nördlich von Sylt gelegen, 16 Kilometer lang und an der dicksten Stelle runde 5 Kilometer breit. Ein perfekter Ort, um dem Alltag zu entfliehen. Die größten Orte der Insel sind Nordby mit 2.659 und Sønderho  mit 278 Einwohnern. Sønderho am Südrand der Insel ist eines der urigsten Schifferstädtchen Dänemarks. 1870 besaß die Insel die zweitgrößte Handelsflotte Dänemarks. Niedrige Strohdachhäuser und enge Gässchen hauchen der Epoche der Segelschifffahrt wieder Leben ein. Entdecken, kann man aus dieser Zeit noch Vieles. So sind zum Beispiel in der Schiffskirche „Sønderho Kirke“ 15 Schiffsmodelle unter dem Kirchenschiff aufgehängt. Diese ist eine der größten Schiffahrtskirchen Dänemarks und wirklich sehenswert. Durch den Bau des Dampfschiffhafens in Esberg endete die Epoche der Segelschifffahrt allerdings.

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„Entschleunigen“ ist nicht ohne weiteres mit „Nichtstun“ gleichzusetzen – im Gegenteil! Die Region zwischen Blåvand, Esbjerg und Fanø gilt es auf aktive Art zu erkunden. Möglichkeiten dafür gibt es unzählige: Trauen Sie sich mit einem Strandsegler über den kilometerlangen Strand zu rasen. Erleben Sie die Natur vom Rücken der Pferde aus. Oder mit einem Mountainbike. Und zwischendurch geht´s ganz bequem auf einem Segway stehend vorwärts. Zugegeben, das erfordert etwas Mut und Erfahrungsdurst, aber es lohnt sich. Weniger Tollkühnheit ist beim Stapfen durch das Watt und auf der Suche nach Austern gefragt. Austernsafari nennen die Dänen das. Die Austern beißen bekanntlich nicht und können gleich im Anschluss an die Safari verkostet werden. Ob Lebend, gegrillt, mit Erdbeere oder Tabasco garniert, bessere Austern gibt es wohl nicht. Schöpfen Sie Kraft beim Wellness, beim Genießen weiterer lokaler Gaumenfreuden und schlafen Sie in kleinen Fischerhütten, Ferienhäusern oder auf einem der zahlreichen Campingplätze.

Die süddänische Nordsee ist bekannt für ihre ganz eigene Flora und Fauna. Außerdem für den dänischen „Way of Life“. Genuss, Gelassenheit und Offenheit sind Attribute, die man den Dänen dieser Region zuschreiben darf. Naja und natürlich: Sie lügen nicht. Summa summarum ein Ort an dem man den Alltag hinter sich lassen kann. Das alles macht diese Region zum perfekten Erholungsgebiet, nicht nur für Familien.

Jan Magnus Weizenecker

 

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