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Der Barfußpfad in Zell-Weierbach – Sebastian Kneipp wäre begeistert

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Unterwegs auf freiem Fuß: Raus aus den Schuhen, rein ins Vergnügen. Mit viel Fußspitzengefühl kann nun wieder auf der rund ein Kilometer langen Strecke entlang des Talbaches barfuß durch Schlammkuhlen, über Waldmaterialien, über Torf, Sand, Kies, Kirschkerne, Heu, Stroh und Splitt gewandert werden.

Schuhregal

Barfuß gehen soll bekanntlich gesund sein, weil es die Muskeln stärkt und die Fußreflexe stimulieren soll. Bereits Sebastian Kneipp empfahl barfuß laufen, als wirksames Kurmittel. Auch Buddhistische Mönche verzichten einen Großteil ihres Lebens auf festes Schuhwerk. Und die Sängerin Shakira steht am liebsten mit nackten Füßen auf der Bühne. Kein Wunder, dass auch in Deutschland immer mehr Menschen auf den Geschmack kommen und sich an warmen Tagen auf bloßen Sohlen ins Freie begeben.

So ist auch der Barfußpfad hoch oben im Riedle unterhalb des Hexensteins in Zell-Weierbach seit Jahren eine beliebte Attraktion in der Ortenau. Familien, Schulklassen, aber auch Nachbarn aus dem Elsass strömen sogar mit Reisebussen zum kleinen Naturpark. Der Barfußpfad ist zudem ein beliebter Platz, um Kindergeburtstage zu feiern. Nun ist er wieder frisch hergerichtet. Mit dem obligatorischen Eröffnungsfest hat Ortsvorsteher Willi Wunsch den Barfußpfad am Freitag offiziell an den Fußbetrieb übergeben. „Vor 11 Jahren haben wir den Waldbesitzern versprochen, jährlich ein Eröffnungsfest zu veranstalten“, betont Zell-Weierbachs Dorfoberhaupt.

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Der Barfußpfad war nämlich „der langersehnte Traum“ seines Amtsvorgängers Klaus Basler, der nur mit Hilfe privater Waldbesitzer realisiert werden konnte. Nur ein kleiner Teil des Fußpfades ist in Gemeindebesitz. Die privaten Waldbesitzer mussten dem Projekt zustimmen. Der Barfußpfad ist seit seiner Entstehung eine Attraktion, nicht zuletzt weil das Angebot kostenlos für alle ist. Ortsvorsteher Willi Wunsch dankt Christian Zimmer.

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Das Haus Fichtenhalde in Fessenbach hat seit Jahren schon die Pflege des Barfußpfades gemeinsam mit den Kindern, Jugendlichen und dem langjährigen Betreuer übernommen. Fleißig hat die Mannschaft angepackt und den Naturpark aufgehübscht. Künftig wird die Gruppe an einen Tag pro Woche Laub entfernen, kehren oder Materialien austauschen.

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Ohne die ehrenamtlichen Helfer und Spender könnte der Barfußpfad nämlich nicht kostenlos angeboten werden. Christian Zimmer schwärmt von der „Liebesgrotte“, einem romantischen Fleckchen und der Matschkuhle, in der die Kinder viel Spaß hätten. „Wo kann man die Natur besser genießen, als hier“, sagt Zimmer. Vor Jahren ist unterhalb des Parkplatzes sogar eine Toilettenanlage entstanden. Und an einem Brunnen lassen sich die matschigen Naturerlebnisse wieder abspülen. Einmal sollte man dieses Erlebnis gehabt haben.

 

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