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„Deutsche wollen Haken“ – Der Ringkøbing Fjord an der Nordsee

Ferienhaus bei Hvide Sande

Dänemark-Urlaub an der Nordsee und im Ferienhaus

 

Thomas Sörensen weiß, was seine deutschen Gäste schätzen. Der Eigentümer des Ferienhausvermieters „Esmarch“ bietet die Ferienhäuser von rund 4.000 dänischen Eigentümern zum Mieten an. In der Region zwischen Sondervig, Hvide Sande und Ringköbing, rund um den von der Natur entworfenen Fjord, kommen 95 Prozent seiner Kunden – die er lieber Gäste nennt und sie duzt – aus Deutschland. Von Hamburg aus braucht man mit dem Auto runde 4 Stunden bis Sondervig.

Sörensen mag die Deutschen. Sie seien zuverlässig und hinterließen die Ferienwohnungen fast immer sauber. Und sie sichern sein Auskommen. Also versucht der smarte Geschäftsmann die Wünsche seiner Gäste zu erfüllen. Die Sauberkeit in den Ferienhäusern sei neben ihrer Lage und der Ausstattung ein hohes Gut. Hier hebe er sich mit seinen Häusern von anderen Anbietern ab. „Meine Mitarbeiter müssen Deutsch sprechen“, das erwarten unsere Gäste von uns. „Und wenn einem Gast etwas fehlt, dann kümmern wir uns schnellst möglich darum – Tag und Nacht“, das ist wesentlicher Teil unseres Angebots, erklärt Sörensen.

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Familien zieht es bekanntlich an die Dänische Nordsee und in Ferienwohnungen. Hier ist der Urlaub unkompliziert und etwas günstiger, als im Hotel. Und weil das Essen in den Restaurants bekanntlich nicht preiswert ist, schätzen viele Eltern die Möglichkeit, sich in den Ferienhäusern selbst verpflegen zu können. „Manche bringen sogar ihre Lebensmittel aus Deutschland mit“, lächelt Sebastian Schaper, Tourismusdirektor der Region Hvide Sande.

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Dabei seien die Preise in den Dänischen Supermärkten, unter ihnen übrigens auch die bekannten Deutsche Anbieter, kaum höher als in Deutschland. Die Ferienhäuser sind indes mit all dem ausgestattet, was man zu Hause schätzt. So ist auch W-LAN Standard. Nicht selten nutzen zwei oder drei befreundete Familien gemeinsam ein Ferienhaus. Das ist kommunikativer und spart Geld, erklärt Lea Weber von Visit Denmark. Die Mietpreise sind außerhalb der Ferienzeit deutlich günstiger, als während der Schulferien. Schon Mitte Juni beginnt die Hauptsaison, die Mitte August endet. Ab 300 Euro pro Woche können hier Häuser angemietet werden. Nach oben gibt es kaum Grenzen.

Leuchtturm in Hvide Sande
Leuchtturm in Hvide Sande

Wer in dieser im Winter dünn besiedelte Region seinen Urlaub verbringt, der mag die Natur. Hier ist das Fahrrad ein praktischer Urlaubsbegleiter den man auch Vorort mieten kann. Besonders reizvoll ist die Umrundung des Rinköbing Fjords mit dem Rad. 105 Kilometer gilt es auf dieser traumhaft schönen Tour, die praktisch immer am Wasser (Nordsee oder Fjord) entlang führt, zu bewältigen. Auf den flachen Straßen ist das in 4 bis 5 Stunden locker möglich.

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Aber auch der Muse kann hier ausgiebig gefrönt werden. So lockt der Strand nicht nur die Kinder. Weißer Sand soweit das Auge reicht. Begrenzt vom Meer auf der einen und den weitläufigen Dünen auf der anderen Seite. Der blaue Himmel rahmt das Szenario ein. Hier kann die Seele baumeln. Hier dürfen sich die Kinder austoben. Jogger finden schier unendliches Terrain. Ob man die alten Bunker als Mahnmale gegen den Krieg hier in dieser Zahl wirklich nicht benötigt, mag jeder selbst beurteilen. Ich mag sie nicht. An der Französischen Atlantikküste hat man die meisten von ihnen längst entfernt.

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Die hellen, langen Sommernächte verlängern die Tage am Strand. Schon im Juni wird es hier erst gegen Mitternacht richtig dunkel. Ein Lagerfeuer vor dem Reed gedeckten Ferienhaus ist für die ganze Familie ein bleibendes Erlebnis und schließt den Tag in der Natur stimmungsvoll ab.

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Und wenn es das Wetter an der Dänischen Nordseeküste mal nicht so gut mit den Urlaubern meint, gibt es hier trotzdem viel zu erleben. Die kleinen Städtchen Hvide Sande und Sondervig laden zum Bummeln ein. Verschiedene pittoreske Hafenanlagen können erkundet werden. Und Papa gönnt sich eine Führung mit Verkostung in der noch kleinen aber feinen Craft-Destillerie „Stauning Whisky“. Lokale Getreidesorten und Torf schaffen hier ein ganz spezielles Whisky-Aroma, das Kenner schätzen.

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In der erst 2009 gegründeten Manufaktur war selbst der dänische König schon zu Besuch, wie ein menschengroßes Foto im Lagerraum der Whiskyfässer stolz verrät. Die global aktive Firma Diageo, die unter anderem Johny Walker herstellt, hat kürzlich in die kleine Destilliere investiert. Der Ritterschlag für das nur 60.000 Liter per anno produzierende Unternehmen, das von neun Freunden ohne jegliche Erfahrung in der Produktion des beliebeten Getränks gegründet worden ist.

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