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Mit dem Auto durch den Schwarzwald – Kurzurlaub ganz ohne Reisestress

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Warum denn in die Ferne schweifen? Viele von uns waren schon in den USA, in Afrika oder auf den Malediven. Dabei ist das aufregende Reisen in ferne Länder mit körperlicher Belastung verbunden. Wer sich aber wirklich erholen möchte, der muss nicht so weit weg. Der Schwarzwald liegt vor unserer Tür. Er bietet uns Erholung in gesunder Höhenluft und eine reiche Auswahl an guten Hotels und feiner Küche.

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So haben wir uns an einem nebligen Wintertag für einen Kurzurlaub von Offenburg aus mit der Hoffnung aufgemacht, in den Hochlagen des Schwarzwalds Sonne pur zu finden. Das Kinzigtal lag noch im Nebel. Erst bei Triberg blinzelte die Sonne schemenhaft durch die milchige Nebelwand. Es muss kurz nach 15 Uhr gewesen sein, denn mein Körper verlangte nach Kaffee und Kuchen. So machten wir süßen Halt im Café Schäfer. Hier werden die weltberühmten Schwarzwälder Kirschtorten noch von Hand nach dem Originalrezept ihres Erfinders Josef Keller hergestellt. Dazu ein Cappuccino mit Herz und der Tag konnte nicht mehr schief gehen. Ein wahres Gedicht! Und weil ich so begeistert war, empfahl mir die Mutter von Konditor Claus Schäfer noch seinen Heidelbeerkuchen, dessen kleine Beeren von betagten Frauen in den Triberger Wäldern „geraffelt“ werden. Ich habe noch keinen besseren gegessen!

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Auf steilen Straßen verließen wir Triberg bestens gestärkt und kulinarisch verwöhnt. Und weil es der Tag offensichtlich gut mit uns meinte, zeigt sich nun die Sonne in voller Pracht. Blauer Himmel soweit das Auge reichte. Die B500 führte uns an zeitverlorenen Schwarzwaldgasthöfen vorbei. Rechts unten in den Tälern die Nebelsuppe. Einem grauen Ozean gleichend. Während die das Thermometer im Tal kaum die 5 Grad Marke erreichte, hatten wir hier oben lockere 11 Grad. Weitschwingende Wiesen wechseln sich hier mit Wäldern und kleinen Baumgruppen ab. Die Nachmittagssonne tauchte das Idyll in ein warmes Licht. Ich verstehe nicht, warum ich so lange nicht hier oben war.

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Knappe 40 Kilometer lagen hinter uns, als wir Titisee erreichten. Titisee? Woher kommt denn ein solcher Name? Thomas Sauter, Inhaber des neu-erbauten Hotel Bären in Titisee, konnte uns da weiterhelfen. Im Alemannischen bedeute „Teti“ so viel wie Kindlein oder Kleinkind. Ein „Tetisee“ oder“ Titisee“ wäre dann ein See, aus dem nach der lokalen Überlieferung die kleinen Kinder stammen. Nach einer anderen Theorie soll der römische Feldherr Titus im 12. Jahrhundert am Titisee gelagert haben. Und weil ihm der See so gut gefallen haben soll, habe er ihm seinen Namen. Sei´s drum.

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Nachdem das Hotel Bären vor 2 Jahren durch den Brand stark beschädigt worden ist, hat sich die Familie Sauter entschlossen, das Geld der Versicherung zu nehmen, noch einige Millionen zu finanzieren und damit den neuen Bären am alten Platz, nur rund 5 Gehminuten vom See entfernt zu bauen. Entstanden ist ein modernes Hotel, an dem nicht allein die Schindelfassade deutlich macht, dass hier Tradition und Moderne im besten Sinn zusammengeführt worden sind. Von einem lokalen Künstler geschnitzte große Bären im Hotelfoyer wärmen die Seele. Das große Kamin mit seinen klaren Formen wärmt den Körper. Nach zwei Gängen in der Blockhaussauna und einigen Bahnen im 29 Grad warmen Hallenbad ist die sättigende Wirkung der Schwarzwälder Kirschtorte verflogen. Zeit zum Abendessen. Das familiengeführte Hotel kann uns auch mit seiner Küche überzeugen.

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Am nächsten Morgen wollen wir den Titisee erkunden. Mit einem Rucksack und Vesper aus der Hotelküche ausgestattet ziehen wir los. Einmal rund um den See. Das ist zu Fuß in 2 bis 3 Stunden gemütlich zu schaffen. Wir brauchen etwas länger. Denn weil uns die Inversionswetterlage weiter mit wolkenlosem Blau verwöhnt, genießen wir eine Rast in der wärmenden Sonne ausführlich. Im Ort mit seinen Geschäften begegnen uns Gruppen von Japanern, die sich mit  Kuckucksuhr und sonstigen Reiseandenken eindecken. Alles was vor die Linse der japanischen Kamera kommt, wird digital verewigt. Nun ja.

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Wir genießen eine weitere Nacht und die sprichwörtliche Gastfreundschaft im Bären. Nach dem Frühstück bringt uns das Auto zum nahen Feldberg, der auf den ersten Schnee und die Weihnachtsurlauber zu warten scheint. Monteure warten die Liftanlagen. Kaum Menschen.

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Wir müssen Abschied nehmen. Abschied vom Hochschwarzwald und dem Titisee. 30 Minuten später erreichen wir Freiburg. Ein Einkaufsbummel durch die schöne Stadt lohnt sich immer. Über die Autobahn geht es nach dem Kurzurlaub am Abend erholt nach Offenburg zurück. Leben wir nicht in einer von der Natur verwöhnten Ecke Deutschlands?

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