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Ratgeber – Gerüstet für die Krise

Urlaub soll Spaß machen und uns unbeschwerte Erholung vom Alltag geben. Wir reisen in ferne Länder, wollen sicher ans Urlaubsziel und wieder zurück kommen.
Doch was geschieht, wenn mal nicht alles glatt läuft?
Wenn Naturkatastrophen, politische Unruhen, Streiks oder Infektionen das Urlaubsglück und vielleicht sogar unser Leben gefährden? Wie gut ist die Reisebranche auf solche Situationen vorbereitet? Deutsche Reiseveranstalter haben unter dem Dach des Deutsche Reise Verbandes (DRV) unter Hinzuziehung von Experten gemeinsam ein touristisches Krisenwarnsystem entwickelt.
Das Projekt ist derzeit eines der bedeutendsten innerhalb des DRV und erhält gerade angesichts der jüngsten Katastrophen eine noch stärkere Aktualität“, betont DRV-Präsident Jürgen Büchy. Nach einer zweijährigen Testphase führt die TUI dieses Global Monitoring System ein, um in Krisen besser und schneller zum Wohl der Urlauber reagieren zu können.
Aber wie funktioniert das?
Ein Krisenmanager wird automatisch und umgehend von diesem Warnsystem alarmiert, sobald die Sicherheit von Urlaubern in einem Reiseland gefährdet wird. Für Ulrich Heuer, Leiter des TUI Krisenstabs, ist es folglich nichts Ungewöhnliches, mitten in der Nacht aus dem Schlaf geklingelt zu werden, wenn sich am anderen Ende der Welt beispielsweise ein Tropensturm entwickelt. In einer solchen Situation stellt das Krisensystem ihm auf Knopfdruck alle in solchen Situationen relevanten Infos bereit. Die Informationen aus der Krisenregion werden auf digitalen Karten und über einen Warnmeldungsticker angezeigt. Nachrichtenmeldungen, Wetterdaten und Meldungen des Auswärtigen Amtes ergänzen das Informationsystem. „Innerhalb von Sekunden kann ich mir sämtliche TUI Hotels der betroffenen Region auf der Kartenoberfläche darstellen lassen und erhalte so einen detaillierten Überblick, in welchem Maß unsere Gäste durch das Ereignis potenziell beeinträchtigt sind. So habe ich beispielsweise die Entwicklung eines Hurrikans laufend um Blick und kann auf der Karte verfolgen, ob unsere Hotels betroffen sind“, erklärt Heuer.
Durch das automatische Hinzufügen von Buchungsdaten kann der Krisenmanager sehen, wo sich gerade wie viele Gäste aufhalten. Auch Urlauber auf Rundreisen mit täglich wechselnden Hotels können in Sekundenschnelle an ihrem Aufenthaltsort angezeigt werden. Selbst der voraussichtliche Verlauf des Ereignisses wird hochgerechnet. Das ist vor allem wichtig für großflächige oder länger anhaltende Krisen, wie etwa zuletzt beim Hurrikan Sandy in der Karibik. Derart schnell und umfassend informiert, kann der Krisenmanager die optimal entscheiden, was zu tun ist, um die Sicherheit der Gäste zu optimieren.
Urlauber, die sich über das Serviceportal „meine TUI“ angemeldet haben, können dort zudem ihre Handynummer hinterlegen und sich ohne Zeitverzögerung per sms über aktuelle Situationen informieren lassen. Übrigens: Eine repräsentative Umfrage zum Sicherheitsbedürfnis der Urlauber, die TUI Deutschland gemeinsam mit TNS Emnid Mitte Februar 2011 unter 1.003 Befragten durchgeführt hat, ergab, dass die Bundesbürger den Aspekt Sicherheit signifikant höher bewerten, als bei der letzten Buchung.
Im Fall einer Krise erwarten sogar 95 Prozent der Bundesbürger eine umfassende Betreuung durch den Reiseveranstalter. Und für neun von zehn Befragten sind sowohl die schnelle Information vor Ort und die Organisation der Rückreise im Krisenfall (93 Prozent) sowie die Kostenübernahme für den Rücktransport (91 Prozent) wichtige Kriterien, wenn es um eine sichere Durchführung einer Veranstalterreise geht. Das Jahr 2010 hat mit der Aschewolkenkrise gezeigt, dass renommierte Veranstalter wie die TUI oder Thomas Cook ihren Kunden im Falle einer Krise schnell und unbürokratisch zur Seite stehen. Wer seine Reise selbst organisiert, wird nicht durch eine solch umfassende Sicherheitsinfrastruktur geschützt. Die Vorteile von Veranstalterreisen kommen bei Natur- und Politkrisen klar zum Tragen.
Das ist doch beruhigend. Schönen Urlaub!

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